Freiraum-Baustelle Emsviertel

Proaktive Partizipation in der Freiraumgestaltung des Emsviertels

Bewohner*innen der Weststadt werden aktiviert und befähigt, sich proaktiv in das Freiraumentwicklungskonzept für das Emsviertel einzubringen und den Planungsprozess mitzugestalten.

Was sind die Ziele des Projektes?

Die vielfältige Bewohner*innenschaft der Weststadt soll befähigt werden, sich für ihre Belange bei der Freiraumentwicklung des Emsviertels einzusetzen. Es soll ein Verhältnis auf Augenhöhe zwischen Bewohner*innen und Planer*innen entstehen, um einen produktiven Beteiligungsprozess zu induzieren, der in einer Gestaltung der Freiräume in Sinne der Bewohner*innen mündet.

Das Projekt soll so einen anderen Ansatz als die üblichen „Standardbeteiligungen“ verfolgen und den Mehrwert für die Bewohner*innen in den Fokus nehmen. So sollen Bewohner*innen Selbstwirksamkeitserfahrungen machen und sich an demokratischen Entscheidungsprozessen beteiligen. Dabei erlernen die beteiligten Bewohner*innen Kompetenzen und Wissen, wie sie sich auch in anderen Bereichen für ihre Interessen einsetzen können.

An wen richten sich die Aktivitäten?

Es sollen hauptsächlich Bewohner*innen des Emsviertels in ihrer Vielfalt erreicht werden, aber Bewohner*innen aus anderen Teilen der Weststadt sind bei Interesse ebenso willkommen, sich einzubringen. Es wird gezielt versucht, schwer erreichbare Gruppen direkt anzusprechen und verstärkt einzubinden.

Was soll im Projekt passieren?

Zu Beginn des Projektes steht die Ansprache und Aktivierung im Zentrum der Aktivitäten. Die Menschen sollen über bestehende Kontakte aus der Stadtteilarbeit, Multiplikator*innen, direkte Ansprache und eine aktivierende Befragung erreicht werden. Zudem wird eine Wohnung von einem Wohnungsunternehmen als Planungsstation zur Verfügung gestellt und mit entsprechenden Materialien und Einrichtungsgegenständen ausgestattet.

In der Wohnung sowie im Rahmen von Begehungen der zu überplanenden Flächen werden niedrigschwellige Formate zum Austausch und Kennenlernen der Engagierten umgesetzt. Es werden Arbeitsgruppen gebildet und Austauschrunden veranstaltet, in denen sich die Bewohner*innen über Möglichkeiten und Bedarfe austauschen. Die Ergebnisse werden vom Planungsbüro weiterverarbeitet und rückgekoppelt. Insgesamt sind 10 bis 15 Veranstaltungen dieser Art geplant. Zudem wird eine größere Zukunftswerkstatt auf dem zentralen Platz beim örtlichen Kiosk durchgeführt.

Am Ende des Projektes soll eine weitere Veranstaltung im Rahmen eines Festes durchgeführt werden, wo die bisherigen Ergebnisse vorgestellt und weitere Anregungen aufgenommen werden. Ziel ist es, möglichst viele Stimmen von Bewohner*innen zu hören und in den Prozess einzubinden. Die Planungsstation und der kooperative und partizipative Planungsprozess werden über die Projektlaufzeit hinaus zur Verfügung stehen und damit verstetigt.

Modellquartier:

Braunschweig Weststadt

Laufzeit:

01.01. – 30.09.2022

Träger:

Stadtteilentwicklung Weststadt e.V.
m.lehmann@stadtteilentwicklung-weststadt.de 

Die Partizipationsprojekte werden im Rahmen des Modellprojekts PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier umgesetzt.

PartQ wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.