Da geht noch was!

Sicherer Verkehr – sichere Wege im Märkischen Viertel

Im Projekt entwickeln Bewohner*innen des Märkischen Viertels verschiedene Aktionen rund um das Thema „Verkehr“, um Veränderungsbedarfe zu entdecken und an zuständige Akteur*innen zu adressieren.

Was sind die Ziele des Projektes?

Das Projekt verfolgt verschiedene Ziele, die mittels partizipativer Prozesse rund um den sicheren Aufenthalt und das freudige Fortbewegen im öffentlichen Raum erreicht werden sollen.

Begegnung schaffen und gemeinsam Probleme im öffentlichen Raum benennen

In verschiedenen Aktionen kommen Bewohner*innen des Viertels zusammen und machen sich Gedanken, wie die Verkehrssituation im Viertel verbessert werden könnte. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Perspektiven kennen und können ansprechen, was sie stört.

Durch Interventionen Aufmerksamkeit erregen

Die Aktionen sollen sichtbar sein und Aufmerksamkeit erregen. Damit sollen andere Bewohner*innen auf das jeweilige Thema aufmerksam gemacht werden und für weitere Aktionen angesprochen werden und spontan mitmachen können.

Selbstwirksamkeit und Netzwerke durch Öffentlichkeitsarbeit stärken

Eine Laienredaktion ist für eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zuständig, die das Projekt und die Aktionen medial präsent und bekannt machen soll. Damit sollen die Teilnehmenden und Organisator*innen der Aktionen Anerkennung und Sichtbarkeit erfahren. Zudem werden die Aktionen kooperativ mit anderen Einrichtungen und Akteur*innen im Viertel geplant und umgesetzt. So sollen verschiedene Gruppen eingebunden und Netzwerke gestärkt werden.

Forderungen deutlich machen und an zuständige Akteur*innen adressieren

Ein weiteres Ziel ist es, die lokalpolitischen Akteur*innen und Entscheidungsträger einzubinden, damit Forderungen, die im Rahmen der Aktionen entstehen, auch adressiert und idealerweise bearbeitet werden können. Die Teilnehmenden sollen in Austausch mit Entscheidungsträgern treten und lernen, wie sie für ihre Interessen eintreten können.

An wen richten sich die Aktivitäten?

Mit den Aktionen soll die vielfältige Bewohner*innenschaft des Märkischen Viertels erreicht werden. Die Zielgruppe umfasst daher alle Verkehrsteilnehmer*innen – Fußgänger, Autofahrer*innen, ältere Menschen mit Rollator, Lieferant*innen und Fahrradfahrer.

Die Laienredaktion stellt eine zweite Zielgruppe dar. Hierfür gilt es Personen zu finden, die sich für das Schreiben, Fotografie sowie Medien- und Öffentlichkeitsarbeit interessieren und das Projekt gerne unterstützen wollen.

Was soll im Projekt passieren?

In einem ersten Schritt wird das Projekt in den vorhandenen Netzwerken im Stadtteil bekannt gemacht, um Kontakt zu verschiedenen Gruppen aufzubauen und für eine kooperative Umsetzung der Aktionen zu werben. Zudem wird die Laienredaktion aufgestellt und das Projekt in Lokalzeitungen, auf Webseiten und in Radiobeiträgen bekannt gemacht.

In der Umsetzungsphase erarbeitet die Redaktion einen Internetauftritt und im Rahmen der Projektlaufzeit werden fünf bis sechs partizipativ entwickelte Aktionen durchgeführt. Für die Ansprache und Ideensammlung werden bestehende Veranstaltungen oder Angebote der verschiedenen Einrichtungen im Viertel besucht. Die Teilnehmenden sollen sich mit den Aktionen temporär öffentliche Räume aneignen, irritieren und so Interesse hervorrufen. Die Aktionen werden in der Form begleitet, dass Raum für Austausch und demokratische Diskussion verschiedener Perspektiven entsteht. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden zudem politische Entscheidungsträger wie die Bezirksverordnetenversammlung, zuständige Ämter oder die Gesobau eingeladen. Die Aktionen werden durch die Laienredaktion begleitet und dokumentiert.

Am Ende des Projektes wird eine Abschlussveranstaltung organisiert. Das Format der Veranstaltung wird mit den verschiedenen Teilnehmenden und Organisator*innen der Aktionen gemeinsam entwickelt.

Modellquartier:

Berlin Märkisches Viertel

Laufzeit:

01.01. – 30.09.2022

Träger:

Albatros gGmbH
d.gollme@albatrosggmbh.de

Die Partizipationsprojekte werden im Rahmen des Modellprojekts PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier umgesetzt.

PartQ wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.