Bürgergärten

Wachsen und Gedeihen

Durch die gemeinsame Einrichtung und Organisation eines Bürgergartens sollen Bewohner*innen in ihrer Selbstorganisation gestärkt werden und Verantwortung für das Quartier übernehmen.

Was sind die Ziele des Projektes?

Die Bürgergärten sind seit einiger Zeit in verschiedenen Gruppierungen im Stadtteil ein Gesprächsthema, das durch die Bürger- und Krautgärten auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau (LGS) neuen Auftrieb bekam, das Gärtnern ins Quartier zu tragen und Teile des LGS-Geländes für die Bürger*innen nutzbar zu machen.

Im Rahmen von PartQ und darüber hinaus soll zunächst eine Fläche im Quartier zur Anlage eines Gemeinschaftsgartens hergerichtet und genutzt werden. Dieser Garten soll dauerhaft zum gemeinschaftlichen Gärtnern zur Verfügung gestellt werden, womit folgende Ziele erreicht werden sollen:

  • Schaffung einer ökologisch wertvollen Fläche im dicht bebauten Piusviertel
  • Selbstorganisation der Bewohnerschaft und Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
  • Wissenstransfer von Hobbygärtner*innen aus dem Quartier auf interessierte Bewohner*innen des Quartiers
  • Bis zu einem Grad Selbstversorgung ermöglichen
  • Umweltbildung ermöglichen und Urban Gardening einer breiteren Öffentlichkeit näherbringen
  • Kompetenzvermittlung in Zuständigkeiten, Antragstellungen und Erläuterung von politischen/verwaltungstechnischen Prozessen, um Bewohner*innen zu befähigen, für ihre Interessen eintreten zu können

An wen richten sich die Aktivitäten?

Das Projekt soll vorrangig Hobbygärtner*innen, darüber hinaus aber auch alle Quartiersbewohner*innen ansprechen.

Was soll im Projekt passieren?

Akquise und Öffentlichkeitsarbeit

Geplant ist, mehrfach zu stark frequentierten Zeiten auf den öffentlichen Plätzen im Stadtteil (Liebig Platz, Platz vor dem Stadtteiltreff) eine Aktion durchzuführen, bei dem 2-3 Schubkarren voll Erde aufgeschüttet und bepflanzt werden, um das Interesse der Passanten zu wecken und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Bei dieser Gelegenheit werden die Flyer verteilt, die zur Beteiligung am Projekt einladen. Die Presse wird hierzu auch eingeladen und nach Möglichkeit bekommt das Projekt Aufmerksamkeit durch Artikel im Donaukurier. In jedem Fall werden Aushänge mit einem Bericht über die Aktion und die Ziele der Projektgruppe im Stadtteiltreff und in den Treppenhäusern der Wohnblocks gemacht. Im Flyer und in den Berichten wird der Termin zu einem ersten Treffen im Februar eingeladen.

Gemeinsame Planung und Herstellung

In einem World Café und weiteren Terminen sollen Ideen gesammelt und die Realisierungsschritte erarbeitet werden und in einem Konzept münden. Wichtig dabei sind auch Planungen zur Organisationsform der Bewirtschaftung. Da neben den Eigenleistungen Finanzmittel und technische Unterstützung, gegebenenfalls auch Genehmigungen erforderlich sind, sollen die Teilnehmenden diesbezüglich gestärkt werden und notwendige Anträge selbst stellen, damit es ein Bürgerprojekt bleibt und nicht durch „Expert*innen“ übernommen wird.

Wenn das Konzept fertig vorliegt, wird eine Präsentation der Workshopergebnisse durch die Teilnehmenden dem Bezirksausschuss und örtlichen Stadträten sowie relevanten Verwaltungsvertretern vorgestellt und diskutiert.

Der Garten wird parallel hergestellt, mit fachlicher und technischer Unterstützung, aber auch mit viel Eigenleistung, was wiederum die Selbstorganisation und den Gemeinschaftssinn stärkt. Die engagierten Gärtner*innen sollen dazu motiviert werden, das Gärtnern anderen Bewohner*innen beizubringen – und dadurch Verantwortung im Quartier und in der Gesellschaft übernehmen.

Nachhaltigkeit

Durch die selbstorganisierte Herstellung, Pflege und Verwaltung des Gartens soll das Fortbestehen sichergestellt werden. Die Nutzer vermitteln sich gegenseitig Wissen und Erfahrungen. Die eingebrachte Ernte kann als Grundlage für ein Kochevent als „Abschluss“ im Stadtteiltreff dienen.

Dieser Prozess soll als „Blaupause“ für die (weitere) Entwicklung des LGS-Geländes dienen. Auch hier sind die oben genannten Antrags- und Verwaltungsverfahren zu berücksichtigen. Die Kerngruppe ist gemeinsam in der Lage einen solchen Prozess zu gestalten.

Modellquartier:

Ingolstadt Piusviertel

Laufzeit:

01.01. – 30.09.2022

Träger:

Freundeskreis Piuspark Ingolstadt
info@jutta-materna.de

Die Partizipationsprojekte werden im Rahmen des Modellprojekts PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier umgesetzt.

PartQ wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.