Social Sofa

Offener Begegnungsort und gemeinschaftlich gestaltetes Kunstobjekt

Mit der gemeinsamen Herstellung eines mit Mosaik gestalteten Betonsofas und begleitendem Veranstaltungsprogramm soll ein Begegnungsort geschaffen werden, der einen niedrigschwelligen und offenen Austausch ermöglicht.

Was sind die Ziele des Projektes?

In vielen Austauschtreffen von Experten und Bewohner*innen im Piusviertel wurde immer wieder der Bedarf an geeigneten Kommunikationsorten, die einen niederschwelligen und offenen Austausch fördern, herangetragen. Zugleich war in den letzten beiden Jahren immer wieder von der Projektidee „Social Sofa“ die Rede. Im Rahmen von PartQ soll dieses Projekt in Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Quartier realisiert werden. Dabei werden folgende Teilziele verfolgt:

  • Gemeinschaftlich Herstellung eines Kunstobjekts
  • Schaffung eines neuen zusätzlichen und jederzeit zugänglichen non-monetären Kommunikationsortes
  • Stärkung von gemeinsamer partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Quartiersakteuren
  • Schaffung eines Veranstaltungsortes für „Bürgergespräche“ oder ähnliche (soziale und politische) Formate
  • Erschließung und Aktivierung neuer Bevölkerungsgruppen im Quartier

An wen richten sich die Aktivitäten?

Das Social Sofa soll ein Ort für alle Bewohner*innen des Piusviertels sein.

Was soll im Projekt passieren?

Projektstart

Stadtteiltreff, Bezirksausschuss und Migrationsrat werben gemeinsam für das Projekt über Versammlungen, Artikel in der Stadtteilzeitung, Plakate, Stand am Liebigplatz und aufsuchende Elemente, um Personen anzusprechen, die bisher kaum an Beteiligungsprozessen im Quartier mitgewirkt haben. Das Social Sofa soll sowohl in der Herstellungsphase als auch der Phase der Bespielung ein niederschwelliges Gemeinschaftsprojekt sein.

Zeitgleich in der Startphase ist die Konzipierung der Herstellung des Social Sofas auf der einen Seite, als auch die Veranstaltungsplanung auf der anderen Seite als rahmengebende Projektskizzen zu erstellen. In einem Eröffnungsworkshop im Stadtteiltreff, je nach Größe gegebenenfalls in einer Schulaula, soll das Projekt und dessen Zielsetzungen vorgestellt, die Gestaltung und Projektplanung des Social Sofas angegangen und Ideen für konkrete Veranstaltungsmöglichkeiten gesammelt werden. Am Ende entscheiden die Teilnehmer*innen, ob Sie an der Herstellung des Kunstobjekts oder am Veranstaltungsprogramm mitwirken wollen, oder bei beidem.

Im Anschluss wird mit beiden Gruppen an der konkreten Umsetzung in Workshops gearbeitet. Die Workshops beginnen mit einer intensiveren Vorstellung der Teilnehmenden, die in den kommenden Wochen zusammenarbeiten werden (z.B. durch Vorstellung des eigenen Portraits). Während im Workshop „Herstellung“ kreativ mit Moderationskarten, Flip Charts und anderen visuellen Hilfsmitteln gearbeitet wird, wird im Workshop „Veranstaltungen“ ein Rollenspiel („Bürgergremium“) Ergebnisse herbeiführen.

Sofagestaltung und Veranstaltungen

Nach der „Theorie“ folgt nun die Praxis. Das Sofa soll möglichst von Personen und (deren) Familien gemeinschaftlich gestaltet werden, die einen Querschnitt der Bewohnerschaft darstellen, um ein generationsübergreifendes Erlebnis zu ermöglichen. Die Veranstaltungen und Aktionen auf dem Social Sofa werden nach der gemeinschaftlichen Planung und Organisation im Projektzeitraum umgesetzt. Es können bspw. Projekttage mit kultureller/medialer Produktion zu quartierrelevanten Themen, politische Debatten mit Vertreter*innen von Bezirksausschuss und mit Bürgermeistern oder städtischen Referent*innen organisiert werden. Die Themen sollen zuvor durch eine Straßenbefragung oder ähnliche Ansätze gesammelt werden. Denkbar sind auch Spielenachmittage oder ein kleines kulturelles Fest. Es können auch andere Formate zum Einsatz kommen, die noch näher beschrieben werden sollen, da diese von den Inhalten abhängig sind, die aber erst in einem partizipatorischen Prozess erarbeitet werden sollen.

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit soll durch das gemeinsame Engagement des Stadtteiltreffs, des Bezirksausschusses, des Migrationsrates und des Familienstützpunktes sicher gestellt werden, indem das „Social Sofa“ als ein zusätzlicher Veranstaltungs- und Kommunikationsort genutzt und entsprechend bespielt wird.

Modellquartier:

Ingolstadt Piusviertel

Laufzeit:

01.01. – 30.09.2022

Träger:

Stadtteiltreff Piusviertel
karl.hofmann@ingolstadt.de

Die Partizipationsprojekte werden im Rahmen des Modellprojekts PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier umgesetzt.

PartQ wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.