Organisieren Sie ein Partizipationsprojekt in Ihrem Quartier!

Bewerbung zur Entwicklung eines Partizipationsprojektes im Rahmen von PartQ

Das Projekt PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier hat sich zum Ziel gesetzt, soziale Segregation und gesellschaftliche Polarisierung mithilfe von demokratiestärkender Bildungsarbeit entgegenzutreten. Das Ziel ist es, interkulturelle Dialoge zu ermöglichen und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Wir finanzieren, begleiten und evaluieren die Entwicklung und Umsetzung von Partizipationsprojekten in sechs Modellquartieren: Berlin Märkisches Viertel, Braunschweig Weststadt, Duisburg Neuenkamp, Halle Silberhöhe, Ingolstadt Piusviertel und Rostock Toitenwinkel. Für jedes Modellquartier stehen zwischen 11.000€ und 12.000€ zur Verfügung.

Interessierte Organisationen oder Einzelpersonen werden gebeten, einen Antrag über das Online-Formular einzureichen. Sie finden hier eine Erklärungshilfe, um alle Daten entsprechend angeben zu können.

Bewerbungsfrist: 31.10.2021

Zeitplan

  • Bewerbungsphase: bis 31.10.2021
  • Partizipationswerkstätten: Juli – Oktober 2021
  • Auswahl der Partizipationsprojekte: November 2021
  • Projektphase: Januar – September 2022
  • Fachworkshops und Analyse der Erkenntnisse: Oktober – Dezember 2022

Wichtige Fragen und Hinweise

Wenn Sie sich bewerben möchten, beachten Sie bitte unsere Hinweise.

Partizipationsprojekte sollen mit Ansätzen der aufsuchenden politischen Bildung in den Modellquartieren aktiv werden. Das Ziel ist die Förderung von zielgruppenübergreifender gesellschaftlicher und politischer Teilhabe mit dem Wissen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen Zugang zu Mitbestimmungsmöglichkeiten haben. Der Fokus der Aktivitäten sollte daher auf der Stärkung der Partizipation dieser Menschen liegen, die bisher wenig bis gar nicht mitbestimmen.

Das Engagement gegen gesellschaftliche Spaltung ist dann erfolgreich, wenn gemeinsame Interessen verfolgt werden. Die Entwicklung gemeinsamer interessenbasierter Projektideen sollte daher im Zentrum der Partizipationsprojekte stehen. Um das zu erreichen ist es sinnvoll, die Ziele klar und realistisch zu formulieren.

Ziel der Partizipationsprojekte soll das positive Erleben von demokratischer Partizipation sein. Niedrigschwellige und aufsuchende Angebote können die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden erhöhen und für demokratisches Engagement begeistern. Dafür sollen die Angebote an die Zielgruppen angepasst und vielfältig sein. Aufsuchende Angebote wie die Ansprache im öffentlichen Raum oder Hausbesuche sind dafür besonders gut geeignet. So kann Demokratie als „erlebbar“ kennengelernt werden.

Thematisch können die Partizipationsprojekte vielfältige Ausrichtungen haben. Zum einen können sie sich auf alltägliche Herausforderungen im Quartier beziehen, wie Lärmbelästigung, Sauberkeit, Sicherheit, öffentliche Verkehrsmittel oder Infrastruktur. Zum anderen können Themen der politischen Partizipation im Vordergrund stehen, wie ein Wahlrecht für alle, Bildung, Klima, Diskriminierung oder Demokratie. Viele weitere Themen sind denkbar und hängen vor allem von den Bedarfen der jeweiligen Quartiere ab.

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 31.10.2021.

Während der Bewerbungsphase finden in den Quartieren Partizipationswerkstätten statt, bei denen gemeinsam über Bedarfe gesprochen wird und Projektideen entwickelt werden.

Im November trifft sich der Projektbeirat und entscheidet dann darüber, welche Partizipationsprojekte gefördert werden. Während der Bewerbungsphase steht Ihnen das PartQ-Team zur Seite, um Sie bei dem Bewerbungsprozess zu unterstützen und Fragen zu beantworten.

Bewerben können sich alle Organisationen, Vereine oder Privatpersonen, die gewerblich oder freiberuflich tätig sind und über eine Steuernummer verfügen.

Achtung: Mit der Steuernummer ist nicht die Steuer-Identifikationsnummer gemeint. Eine Steuernummer müssen Sie beim Finanzamt beantragen.

Mit den Trägern der Partizipationsprojekte werden Werkverträge abgeschlossen. Die Abrechnung erfolgt über eine Rechnungsstellung. 

Die Bewerbungen werden dem Projektbeirat vorgelegt, der darüber entscheidet, welche Partizipationsprojekte gefördert werden. Um die Chancen einer Bewilligung zu erhöhen, empfehlen wir möglichst viele der hier aufgeführten Kriterien zu erfüllen.

  • Die aufsuchende Ansprache ist ein zentraler Ansatzpunkt der Partizipationsprojekte, um Teilnehmende zu gewinnen. Dies kann beispielsweise durch die Bewerbung des Projektes nah an der Lebenswelt der Teilnehmenden gelingen, aber auch durch eine direkte Ansprache per Telefon oder im öffentlichen Raum. In jedem Fall sollte mit den Bildungsangeboten an die Lebenswelt der Teilnehmenden angeknüpft werden, um ein Interesse an entsprechenden Angeboten zu erzeugen. 
  • Partizipationsprojekte sollten sich überlegen, wen Sie mit ihren Aktivitäten erreichen möchten. Dabei sollten für die Projekte neue Zielgruppen angesprochen werden, also mit Menschen gearbeitet werden, die bislang gar nicht oder nur wenig partizipieren. 
  • Zusätzlich ist es sinnvoll mit weiteren Quartiersakteuren zusammenzuarbeiten, um die Wirksamkeit zu erhöhen. (z. B. Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, zivilgesellschaftliche Organisationen, Stadtteilbeirat, Stadtverwaltung, Mieterbeirat, Jugendclub, Begegnungsstätte etc.). 
  • Ein Fokus auf Erwachsenenbildung ist erwünscht, aber nicht unbedingt zwingend. Wenn mit Jugendlichen gearbeitet wird, sollten vor allem Jugendliche angesprochen werden, die bislang gar nicht oder nur wenig von Angeboten im Quartier erreicht werden. 
  • Wünschenswert sind mindestens zwei verschiedene Formate pro Partizipationsprojekt. Durch diese Methodenvielfalt soll eine größere Zahl an Teilnehmenden erreicht werden. Eine Auswahl an Methoden und Formaten der politischen Bildung sind in der PartQ-Methodensammlung zu finden. 
  • Die Partizipationsprojekte können auch Online-Aspekte beinhalten. Online- und Offline-Welten existieren nicht getrennt, sondern in Verschränkung miteinander. Die Nutzung digitaler Medien kann daher das Offline-Angebot positiv unterstützen und inklusiv wirken. Reine digitale Angebote sind auch möglich, sofern sie die sonstigen Kriterien erfüllen. 

Die Projektphase läuft vom 01.01.2022 bis zum 30.09.2022. Auch bis zum 30.09.2022 sind die Partizipationsprojekte gebeten ihre Dokumentation und ihre Abrechnung einzureichen.

Während der Projektphase werden die Projekte durch das PartQ-Team begleitet und evaluiert. Die Begleitung beinhaltet regelmäßige Beratungstermine und eine gute KommunikationDie Evaluierung kann beispielsweise eine (stichprobenartige) Befragung der Teilnehmenden durch einen Fragebogendie regelmäßige Rücksprache mit den Trägern der Projekte sowie Beobachtungen der Aktivitäten beinhaltenDadurch sollen Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Partizipationsprojekte gewonnen werden, die letztendlich in den Projektbericht einfließen. 

Auch bis zum 30.09.2022 sind die Partizipationsprojekte gebeten ihre Dokumentation und ihre Abrechnung einzureichen.

Nach Projektende werden die Ergebnisse in Fachworkshops diskutiert und ausgewertet.

Partizipationsprojekte sollten sich Gedanken machen, wie sie die Themen und Inhalte am besten an Ihre Zielgruppen vermitteln können.

Für die Partizipationsprojekte gilt die Einhaltung der parteipolitischen Neutralität.

Bei politisch kontroversen Themen sollten diese in der Bildungsarbeit auch kontrovers vermittelt werden, um die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre eigenen Ansichten zu entwickeln.

Ein weiterer Grundsatz der politischen Bildung ist die Orientierung an den Teilnehmenden der Bildungsangebote. Angebote der politischen Bildung sollten an die Lebenswelt und die Voraussetzungen der Teilnehmenden anknüpfen. Dies gilt umso mehr für aufsuchende politische Erwachsenenbildung.

Ansprechpersonen

Falls Sie Hilfe bei dem Antrag benötigen, kontaktieren sie das Team von PartQ. Die Mitarbeitenden helfen Ihnen gerne.

Ansprechperson: Wassili Siegert

E-Mail: w.siegert@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 59713915

Ansprechperson: Wassili Siegert

E-Mail: w.siegert@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 59713915

Ansprechperson: Jakob Quentin

E-Mail: j.quentin@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 55811154

Ansprechperson: Jakob Quentin

E-Mail: j.quentin@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 55811154

Ansprechperson: Maëlle Dubois

E-Mail: m.dubois@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 26814446

Ansprechperson: Jakob Quentin

E-Mail: j.quentin@minor-wissenschaft.de

Telefonnummer: 0152 55811154

Vorschau des Bewerbungsformulars

Download als PDF (0,2 MB)

Das Projekt PartQ – Aufsuchende politische Bildung im Quartier wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.